Fußball

TuS Asemissen II - TuS Leopoldshöhe II 8 : 2

Welch eine Klatsche im Ortsderby. Mit 8:2 gingen die Leos bei TuS Asemissen II baden.

Verhältnismäßig ruhig analysiert Löwen-Trainer Dennis Lütkehölter die Niederlage. "Wir hatten uns viel vorgenommen, sind aber durch fünf katastrophale individuelle Fehler, in der ersten halben Stunde bereits mit 5:0 ins Hintertreffen geraten." schossen die Leos die ersten Tore der Hausherren quasi selber. Abspielfehler vorm Strafraum und vertändelte Bälle in der eigenen Hälfte sorgten dafür, dass die Gastgeber jeweils frei auf das von Yannik Beermann gehütete TuS-Tor laufen konnten. "Yannik war die ärmste Sau." hatte Lütkehölter Mitleid mit seinem Torwart, der für den erkrankten Tim Richter zu seinem ersten Saisoneinsatz kam.

Doch auch das Fehlen weiterer Stammspieler spielt für den TuS-Trainer keine Rolle. "Die Spieler hätten den Bock an diesem Tage wohlmöglich auch nicht umgestoßen. Wenn du auf einen solch starken Gegner triffst und haust einen individuellen Klops nach dem anderen raus, dann gehst du halt baden." lobten die Löwen durchaus auch die tadellose Leistung der Hausherren.

Das die zweite Halbzeit dann 2:2 endete und die eingewechselten Sedat Özen und Marc Reh für die Gäste trafen, stimmt den Trainer wenigstens etwas milder. "Wir wollten uns nach dem Wechsel noch mal zusammenreißen und das ist auch halbwegs gelungen." konnten auch die Gäste nun die ein oder andere Chance verbuchen. Wieso die Löwen so unkonzentriert zu Werke gingen, bleibt zu erkundigen. "Ich habe viele Ansatzpunkte, warum es derzeit eine kleine Leistungsdelle gibt. In den letzten zwei Wochen konnte nicht ausreichend gut trainiert werden. Nach dem guten Saisonstart dachte manch einer wohlmöglich auch, er wäre besser als tatsächlich ist und könne mit 20% weniger zur Sache gehen. Der ein oder andere Spieler wollte es heute aber eventuell auch besonders Gut machen. Durch den frühen Rückstand hat das zu einer totalen Verkrampfung geführt." ist Lütkehölter froh, dass die Partie nun rum ist.

Die Personalsituation bessert sich nun so langsam und er selber wird, nach überstandener Grippe, in der kommenden Woche wieder das Training leiten können. "Wir werden jetzt nicht verrückt spielen! Es wird keine Vorwürfe geben - wir gehen da zusammen in aller Ruhe durch." Brauchen die Löwen einerseits wieder mehr Konzentration aufs Wesentliche, müssen andererseits aber auch die nötige Lockerheit und den Spaß am Spiel wieder finden. "Ich bin froh, dass wir alle individuellen Fehler einer Saison, in diese eine Partie gepackt haben. Jetzt haben wir das ja immerhin schon hinter uns." so der Leo-Coach.