Fußball

TuS Ahmsen II - TuS Leopoldshöhe II 1 : 1

"Spannend, emotional, sehr intensiv und teilweise leider über der Grenze." beschreibt TuS-Trainer Dennis Lütkehölter die neunzig Minuten des Spitzenspieles auf dem Ahmser Kunstrasen.

Bereits nach sechs Minuten gingen die Hausherren nach einem langen Flugball mit 1:0 in Front. Die Leo-Abwehr schien hier noch nicht richtig wach zu sein. So konnte der Angreifer ungehindert einköpfen. Während die Hausherren aufs Tempo drücken, kamen die Gäste gar nicht in die Partie. "Wir schienen überrascht von der offensiven Gangart der Ahmser, fanden kaum Mittel im Spielaufbau." wusste Lütkehölter über die erste Hälfte zu berichten. Lediglich Toni Fast hatte eine gute Möglichkeit auf den Fuß, zögerte aber im Abschluss. Doch auch die Gastgeber agierten im letzten Drittel zu umständlich, konnten so die Führung nicht ausbauen. So blieb es beim 1:0 Halbzeitstand. "Es konnte so nicht weitergehen." machte der Gäste-Trainer aus seiner Verärgerung keinen Hehl.

In der Leopoldshöher Kabine wurden dann wohl ein paar klare Worte gesprochen. Mit Andre Heublein und Gerrit Morawek kamen zwei neue Kräfte und die Leos veränderten ihr Spiel. Das zahlte sich aus. "Wir haben erste Halbzeit alles vermissen lassen. Wir mussten somit nicht nur taktisch etwas verändern, sondern hauptsächlich mal anfangen Männerfußball zu spielen und den Kopf einzuschalten."

So lief die Partie in der zweiten Hälfte dann plötzlich ganz anders. Die Leos nun das bessere Team. Toni Fast gelang in der 62. Minute der 1:1 Ausgleich nach schönen Zuspiel in die Gasse. Auch danach bleiben die Löwen am Drücker. Bei den Hausherren lagen die Nerven nun offenbar blank. Die Partei wurde ruppiger - der Schiedsrichter schien phasenweise überfordert. So wohlmöglich auch, als Toni Fast in der 80.Minute zum vermeintlichen 2:1 traf, der Unparteiische jedoch auf Abseits entschied. "Knappe Kiste, da aber kein Vorwurf." In der Schlussminute rettete TuS-Torhüter Tim Richter mit einer sensationellen Doppelparade den Leos den Punkt. Redebedarf hatte der Leo-Coach dann aber noch über die Spielleitung.

"Wenn ich sehe, dass es bei dieser Partie lediglich 1 oder 2 gelbe Karten gab, dann fehlen mir echt die Worte." umschreibt Dennis Lütkehölter seine Sicht der Dinge. "Nichts gegen eine rustikale Spielart - die hatte meine Mannschaft auch, aber was über der Grenze ist, muss sanktioniert werden! Aggressivität, Beleidigungen und Bedrohungen gegen Spieler und Zuschauer sind für mich drüber. Mehrfach mussten Spieler des Gastgebers zurückgehalten werden, sonst wäre es zu Handgreiflichkeiten gekommen. Es ist eigentlich schade, denn Ahmsen hat gute Fußballer in seinen Reihen." so Lütkehölter. "Um es klar zu sagen : Ich hätte mindestens vier Spieler vom Platz geschmissen, darunter auch aus meiner Mannschaft." sah man auf Seiten der Gäste, dass dem Unparteiischen die Spielleitung am Ende völlig entglitten war. "Ich finde, dass auch zu einem C-Liga Topspiel ein Schiedsrichter angesetzt werden sollte, der das Regelwerk konsequent anwendet und nicht irgendwann die Spieler machen was sie wollen." Abschließend gab es aber auch noch ein sportliches Fazit: "Die erste Hälfte war inakzeptabel, die zweite war dann sehr gut!" geht diese Punkteteilung wohl in Ordnung.