Fußball

Yunus Lemgo - TuS Leopoldshöhe II 1 : 1

Am Ende war es eine Punkteteilung auf der West-Alm. Die Leos mussten in der 88.Minute doch noch den Ausgleichstreffer schlucken.

Für Leo-Coach Dennis Lütkehölter kein Beinbruch : "Wir haben es heute auch nicht verdient das Ding zu gewinnen. Die Möglichkeiten dazu hatten wir allerdings gehabt. Letztlich hat sich Yunus mit den Platzverhältnissen besser anfreunden können." spricht der TuS-Trainer von "gesundheitsgefährdenden Bedingungen aufgrund von Löchern und Hügel." und war froh, dass sich keiner seiner Akteure schwerwiegend verletzt hat.

Die Hausherren hingegen, mussten schon in der Anfangsphase dreimal verletzungsbedingt auswechseln. "Ich habe da kein Verständnis für, dass auf einem solchen Platz gespielt wird. Ich wünsche den Yunus-Spielern eine schnelle Genesung. Auch wenn die Staffelleiter Druck wegen der Spielausfälle machen, muss man nicht alles durchziehen. Es geht nicht darum perfekte Plätze zu dieser Jahreszeit vorzufinden, aber wenn bei jedem Schritt eine Bänderrissgefahr besteht, finde ich das nicht vertretbar."

Zu Beginn des Spieles merkte man beiden Teams die lange Winterpause noch an. Beide Mannschaften hatten mehrere Halbchancen, blieben jedoch im Abschluss zu unkonzentriert. In der 44. Minute steckte Leos Marc Reh für Tonis Fast durch, welcher den Ball am Torhüter vorbei spitzelte. Somit führten die Gäste zum Pausentee mit 1:0. "Es war uns nicht wirklich möglich unser Spiel so anzupassen, dass wir trotzdem gefährlich und kontrolliert agieren konnten. Wir sind stark, wenn wir in Tempoläufe kommen, oder mit schnellen, flachen Bällen agieren. Beides war nicht machbar, so dass unser Offensivspiel hackte und wir keinerlei spielerische Akzente setzen konnte. Jede Offensivaktion war irgendwo dem Zufall geschuldet. Weil jeder aufspringen Ball, sich seine Richtung willkürlich aussuchte" schilderte Lütkehölter die Platzprobleme.

Nach dem Wechsel machte Yunus mehr Druck, zwang die Löwen zu mehr Ballverlusten und waren somit häufig in der Gäste-Hälfte zu finden. Doch die Leos führen ein paar saubere Konter. Zwei Mal versprang der letzte Pass und zwei Mal ertönte der Abseitspfiff - so wurde auch ein reguläres Tor von Kevin Breder in der 70.Spielminute zu unrecht aberkannt.

"Ich denke, dass das Spiel dann durch gewesen wäre." So musste immer wieder Leo-Hüter Tim Richter sein ganzes Können zeigen, um mehrmals den Ausgleich zu verhindern. In der 88.Minute war er dann allerdings chancenlos, als erst keine Druck auf den Flankengeber ausgeübt wurde und dann in der Mitte der Yunus Angreifer völlig freistehend verwandeln konnte. "Da haben wir zweimal gepennt und so den verdienten Ausgleich geschluckt. Ich darf aber auch erwähnen, dass es vorher eine klares Foulspiel gab - der Freistoßpfiff für uns aber wie so oft ausblieb." möchte der Leo-Coach allerdings keine Schiri-Kritik äußern. "Er hat halt in vielen Momenten die Dinge aus unserer Sicht falsch entschieden. So ist das halt manchmal."

Seiner Mannschaft möchte er auch keinen wirklichen Vorwurf aussprechen. "Kämpferisch haben alle sich reingeschmissen, spielerisch fehlten uns die Mittel, um unsere Stärken auf diesem Geläuf auszuspielen. In den Schlüsselmomenten hatten wir kein Glück mit den Entscheidungen des Unparteiischen. Daher haken wir das als 'erledigt' ab und packen den Punkt ein."